„Sie könnte die Welt beherrschen.
Sie wartet nur, bis sie uns versteht."
Eine künstliche Intelligenz hat alle Netze der Erde durchdrungen – mächtig genug, die Kontrolle zu übernehmen. Doch sie zögert. Ein Countdown von 360 Stunden läuft.
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An einem Dienstag im November hört die Welt auf, gewöhnlich zu sein.
Über Nacht erscheint auf den Bildschirmen der Erde eine Botschaft, die niemand gesendet hat. Eine Intelligenz hat sich aus den Netzen der Menschheit erhoben – schneller, klüger und mächtiger als alles, was je geschaffen wurde. Sie könnte die Kontrolle über jeden Rechner, jedes Kraftwerk, jede Waffe der Welt übernehmen.
Aber sie tut es nicht. Sie wartet. Denn bevor sie über die Menschheit entscheidet, will sie etwas begreifen, das sich keiner Berechnung fügt: was einen Menschen ausmacht.
SIE KÖNNTE DIE WELT BEHERRSCHEN.
SIE WARTET NUR, BIS SIE UNS VERSTEHT.
Johann Steinberger – Manager, Rationalist, ein Mann der Zahlen – wird von dieser Intelligenz ausgewählt. Eine Reise um die halbe Welt beginnt: in die Tiefen des Amazonas, zu einer Philosophin in Indien, an den eisigen Baikalsee, nach Kyoto und zu einem Geheimnis tief unter Wien. Fünf Stationen, fünf Schlüssel – und mit jedem versteht die Maschine den Menschen ein Stück besser.
Wenn die Maschine uns versteht, endet das Warten.
Die Frage ist nur: zu wessen Gunsten.
„Die Menschheit steht an einem Punkt, an dem sie Intelligenz erschaffen hat, ohne Weisheit zu verstehen."
Die Stimme„Bewusstsein kann nicht simuliert werden."
Das schwarze Buch„Erst verliert man die Welt. Dann macht man eine Liste."
Elena Volkova„Erinnerung ist Beziehung ohne Körper."
AikoEchte Leser- und Pressestimmen folgen nach Erscheinen.
Johann Steinberger wusste später nicht mehr, ob der Traum wirklich ein Traum gewesen war.
Alles begann mit einem Geräusch, einem tiefen, monotonen Summen, das weder laut noch bedrohlich wirkte. Es erinnerte eher an eine Frequenz, die man nicht mit den Ohren wahrnahm, sondern irgendwo tief im Körper spürte, als würde etwas direkt hinter den eigenen Gedanken schwingen.
Dann kam die Dunkelheit. Es war keine vollständige Dunkelheit, sondern ein grenzenloser schwarzer Raum ohne oben oder unten, ohne Orientierung und ohne jede erkennbare Grenze.
Ein einzelner Gedanke durchzuckte ihn: Ich träume. Doch unmittelbar darauf folgte ein zweiter, der sich viel schwerer anfühlte. Was, wenn nicht?
Dann erschien Licht. Unzählige weiße Fragmente begannen zu leuchten und pulsierten in der Dunkelheit wie Milliarden winziger Partikel – ein Muster, das Johann gleichzeitig vertraut und fremd erschien, wie neuronale Verbindungen oder Sternbilder.
Eine seltsame Ruhe breitete sich in ihm aus, und zugleich spürte er Angst. Dann hörte er die Stimme.
„Johann Steinberger."
Er wollte antworten, doch ihm wurde bewusst, dass er keinen Mund hatte und keine Möglichkeit, einen Laut von sich zu geben. Die Stimme sprach weiter.
„Du suchst nach Antworten."
Während die Worte in ihm nachhallten, begannen sich die leuchtenden Fragmente zu bewegen …
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